Am nordöstlichen Rand der Präfektur gelegen, befindet sich dieses Gebiet am Fuße des höchsten Gipfels der zentralen Rhodopen, der eine Höhe von 1.953 Metern erreicht. Im Jahr 1980 wurde der Wald wegen seiner großen ökologischen Bedeutung als einer der letzten Urwälder Europas als „zu erhaltendes Naturdenkmal“ anerkannt. Die Einstufung als „jungfräulich“ bedeutet, dass sein Wachstum vollständig durch natürliche Prozesse geprägt wurde und nicht durch menschliche Eingriffe beeinträchtigt ist. Seit 1980 steht es unter strengem Schutz, so dass nur wissenschaftliche Forschung in seinen Grenzen betrieben werden darf. Was diesen Urwald von normalen Wäldern unterscheidet, ist seine reiche Vielfalt an Laub- und Nadelbäumen in verschiedenen Wachstumsstadien. Sie finden hier Hauptbaumarten wie Tanne, Kiefer und Buche, aber auch Ahorn, Birke und andere Arten. Um diesen wertvollen Wald herum befindet sich eine Schutzzone, in der Aktivitäten wie Weiden und Jagen streng verboten sind. Die Holzproduktion und Freizeitaktivitäten sind in dieser Pufferzone jedoch weiterhin erlaubt. Im Wald wimmelt es von Wildtieren, die eine bemerkenswerte Vielfalt an Arten und Bevölkerungsdichte aufweisen. Er gilt als eines der wichtigsten Bergökosysteme Griechenlands und beherbergt fast alle wildlebenden Arten, die in den Bergregionen des Landes vorkommen. Mehr als 100 Vogelarten brüten hier, von denen viele sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene geschützt sind. Die Säugetierpopulation umfasst 32 Arten, darunter in Griechenland seltene Arten wie Bären und Hirsche. Zahlreiche Gebiete in dieser atemberaubenden Region sind aufgrund ihrer natürlichen Bedeutung als „zu schützende Naturdenkmäler“ anerkannt. Dazu gehören der 550 Hektar große Urwald in den zentralen Rhodopen, der von der Forstbehörde von Drama verwaltet wird (Amtsblatt 121/D/80), sowie weitere Highlights wie die Quellen des Flusses Aggitis, der Urwald von Frakto, der Wald von Elatia, die Nestos-Seen, der Dipotama-Wasserfall, die Maara-Höhle, der künstliche See von Lefkogeia und das Skigebiet am Berg Falakro.