Volkskundemuseum von Xylagani
Das Volkskundemuseum des "Kulturvereins von Xylagani" ist in einer restaurierten Getreidemühle untergebracht- einem Komplex aus fünf Gebäuden, die zu verschiedenen Zeiten errichtet wurden. Diese Gebäude wurden dem Kulturverein von Xylagani großzügig von den Familien Ouzounopoulos und Atzemián gestiftet. Es handelt sich um eines der größten Volkskundemuseen Nordgriechenlands, gegründet von der Lehrerin Soultana Papadimitriou-Politzaki, deren Arbeit maßgeblich durch private Spende und Fördermittel verschiedener Ministerien unterstützt wurde. Auf einer Gesamtfläche von 700 Quadratmetern zeigt das Museum zahlreiche Exponate aus dem Leben der Einwohner des Dorfes. Die Einwohner von Xylagani sind in erster Linie Flüchtlinge, die vor allem aus den Dörfern in Ostrumelien, wie Megalo Boyaliki und Doganovo, stammen. Eine kleinere Zahl stammt aus Dörfern in Ostthrakien und hat sich nach dem Vertrag von Lausanne und dem Bevölkerungsaustausch mit Bulgarien in der Rhodopen Region niedergelassen. Das Museum zeigt zudem Exponate, die von Flüchtlingen aus ihren angestammten Heimatländern mitgebracht wurden. Die Besucher können einen eigenen Bereich besichtigen, der der alten Getreidemühle gewidmet ist, sowie Sammlungen zum Leben auf dem Land, zu städtischen Berufen, zum Schulleben, zur traditionellen Wohnkultur, zu Arbeits- und Festtagstrachten, zu einem nachgebauten traditionellen Café und zu einem Veranstaltungsraum umfassen. Besichtigungen sind nach vorheriger Vereinbarung mit dem Vorstand des Kulturvereins von Xylagani möglich.